Imker-Tagebuch der Imkerei Jankowski: Notizbuch, Stockmeißel und Smoker auf Holztisch vor Bienenstöcken im Garten.

Mein Imker-Tagebuch: Einblicke in das Bienenjahr

„Imkerei ist mehr als nur Honig ernten – es ist ein Handwerk im Rhythmus der Natur.“


In meinem Tagebuch nehme ich Sie mit hinter die Kulissen der Imkerei Jankowski. Hier teile ich aktuelle Erlebnisse, saisonale Arbeiten und alles, was mich und meine Bienen in Oberhausen gerade bewegt.

Sommer im Glas: Die Sommertracht 2025 ist da! 🍯✨

Bernsteinfarben, aromatisch und herrlich flüssig.


03.04.2026, Oberhausen

Es ist so weit: Die Ernte der Sommertracht 2025 ist fertig abgefüllt und bereit für euren Frühstückstisch! Während die Frühtracht eher cremig war, haben wir dieses Jahr eine wunderbare Sommertracht, die durch ihre flüssige Konsistenz besticht.

Was macht diese Ernte so besonders?

Unsere Bienen waren in den Sommermonaten fleißig in Oberhausen unterwegs und haben den Nektar von spätblühenden Blumen und Linden gesammelt. Das Ergebnis:

Flüssiger Genuss: Perfekt zum Dosieren, für das Müsli, zum Süßen von Speisen oder im Tee.

Kräftiges Aroma: Ein deutlich würzigerer und intensiverer Geschmack als im Frühjahr.

Naturbelassen: Wie immer direkt vom Sieb ins Glas – ohne Erhitzen, damit alle Enzyme erhalten bleiben.

Handarbeit bis ins letzte Glas

Auf den Bildern seht ihr die Ausbeute: Reihe um Reihe stehen die Gläser mit dem "flüssigen Gold". Es steckt viel Arbeit in diesen Paletten, aber wenn man das fertige Ergebnis sieht, weiß man, wofür man es macht.

Ab sofort verfügbar!

Die Sommertracht ist bei meinen Kunden besonders beliebt, da sie lange flüssig bleibt. Wer sich seinen Vorrat sichern möchte, kann sich ab sofort bei mir melden.

Genießen Sie ein echtes Stück Oberhausener Sommer – 100 % regional, 100 % ehrlich.

Frühjahrsputz im Wachskreislauf: Vom Altwachs zum Gold der Bienen 🍯✨

Nichts wird verschwendet – alles kommt zurück in den Kreislauf.


19.03.2026, Oberhausen

Nach den langen Wintermonaten ist es Zeit für den großen Wachs-Hausputz! Gestern stand die Imkerei Jankowski ganz im Zeichen des Wachsschmelzens. Ziel war es, die Altwaben und Wachsreste des Winters aufzubereiten und in wertvolles, reines Bienenwachs zu verwandeln.

4 Stunden volle Power

Wie ihr auf dem ersten Bild sehen könnt, war das Schmelzen ein echtes Stück Arbeit. Aber der Einsatz hat sich gelohnt! Nach etwa vier Stunden intensiven Schmelzens im Dampfwachsschmelzer stand das Ergebnis fest: Unsere Ausbeute!

Die Verwandlung zum "Gold"

Das zweite Bild zeigt stolz das rohe, erstarrte Wachs. Aber das war erst der Anfang. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los:

1. Reinigung: Der Wachsblock wird erneut geschmolzen.

2. Säuberung: Durch mehrfaches Schmelzen und Sieben werden letzte Verunreinigungen entfernt.

3. Ergebnis: Am Ende erhalten wir goldgelbes, reines Bienenwachs in Blockform.

Der Kreislauf schließt sich

Dieses saubere Wachs wird dann zu neuen Mittelwänden gegossen. Diese Mittelwände kommen direkt wieder in die Bienenvölker in Oberhausen. So schließen wir den nachhaltigen Wachskreislauf: Die Bienen bauen auf ihrem eigenen, gereinigten Wachs neue Waben für Brut und Honig.

Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass unser Honig auf einem Fundament aus reinstem, imkereieigenem Wachs entsteht.

Zukunftsmusik in Oberhausen: Vorbereitungen für die Königinnenzucht 👑

Professionalisierung ist der Schlüssel zu gesunden Völkern.

„Das Summen ist zurück – ein Stein fällt mir vom Herzen!“


16.03.2026, Oberhausen

Die Saison 2026 wirft ihre Schatten voraus – und zwar in Form von brandneuem Equipment! Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, hat die Imkerei Jankowski aufgerüstet. Ein ganzer Stapel (Bild 1) funkelnagelneuer Apidea-Begattungskästchensteht bereit und wartet auf seinen Einsatz.


Was sind Begattungskästchen eigentlich?

Für alle, die nicht imkern: Das sind quasi die "Mini-Appartements" für unsere jungen Königinnen. Jedes Kästchen (Bild 2 zeigt das Innenleben mit den kleinen Rähmchen und dem Futtertrog) beherbergt eine unbegattete Königin und ein kleines "Hofstaat"-Völkchen. Hier zieht die Königin ein, fliegt zu ihrem Hochzeitsflug aus und beginnt nach erfolgreicher Begattung mit der Eiablage. Erst wenn sie sich als leistungsstark erweist, wird sie in ein großes Volk umgesiedelt.

Mein Vorhaben: Professionalisierung der Zucht

Warum dieser Aufwand? Mein klares Ziel für die Zukunft ist es, die Königinnenzucht in meiner Imkerei weiter zu professionalisieren.

Selektion auf Vitalität: Ich möchte gezielt auf Eigenschaften wie Sanftmut, Schwarmträgheit und vor allem Varroaresistenz selektieren.

Eigene Nachzucht: Indem ich meine Königinnen selbst ziehe und begatten lasse, habe ich die Kontrolle über die Genetik meiner Völker.

Stabile Völker: Gesunde, starke Königinnen sind die Basis für vitale Bienenvölker – und damit am Ende auch für die Qualität des Honigs, den ihr von mir bekommt.

Mit dieser Investition in die Infrastruktur lege ich den Grundstein für die nächste Generation meiner Bienen. Die Vorfreude auf die Zuchtsaison ist riesig!

Faszination Bienenbiologie: Ein Tag unter dem Mikroskop


Wissen schützt – Leidenschaft verbindet.


07.03.2026, Köln

Am 7. März 2026 durfte ich an einem besonderen Fortbildungstag beim Bienenzuchtverein Porz

auf dem historischen Gut Leidenhausen teilnehmen. Unter der Leitung der renommierten Expertin Dr. Pia Aumeier stand ein Thema auf dem Plan, das jeden Imker fasziniert: „Der Honigbiene unter den Pelz geschaut“.
Es war beeindruckend, die Anatomie unserer Schützlinge einmal nicht nur im Vorbeiflug, sondern bis ins kleinste Detail zu erkunden. Besonders spannend waren die Einblicke am Binokular:

Pollen-Sammelprofis: Wir haben das Hinterbein der Arbeiterin genau unter die Lupe genommen – vom Pollenkamm bis zum Pollenkörbchen (Corbicula). Es ist ein Wunderwerk der Natur, wie effizient die Biene wertvollen Blütenstaub sammelt.

Anatomie & Pathologie: Durch das Sezieren und die Betrachtung von Großaufnahmen lernten wir, wie man Krankheitsbilder frühzeitig erkennt und Unsicherheiten in der Diagnose vermeidet.

Das Innere verstehen: Vom Mitteldarm bis zur Putzscharte – jedes Organ hat seine Bestimmung für das Überleben des gesamten Volkes.

Wunderwerk der Natur: Der Bienenstachel

Klein, aber oho!

Dieses Bild zeigt den Bienenstachel in beeindruckender Vergrößerung am Binokular. Es ist faszinierend zu sehen, wie präzise und komplex dieses Werkzeug gebaut ist. Der Stachel dient der Biene rein zur Verteidigung ihres Volkes und ist ein echtes Wunder der Natur.

Bei meiner Arbeit an den Völkern in Oberhausen gehe ich immer mit größtem Respekt und Ruhe vor, um Stiche zu vermeiden – für mich und für die Bienen.


Warum dieser tiefe Blick?

Für mich als Imker der Imkerei Jankowski bedeutet dieser Besuch bei den Kölner Kollegen mehr als nur Theorie. Es ist die Basis für eine gesunde Bienenhaltung in Oberhausen. Nur wer versteht, wie eine Biene „funktioniert“ und wie sie sich gegen Parasiten wehrt, kann seine Völker optimal begleiten.

Ein großes Dankeschön an den BZV Porz für die Einladung und die hervorragende Organisation auf Gut Leidenhausen. Ich kehre mit viel neuem Know-how an meine eigenen Stände zurück!

Frühlingserwachen: Die erste große Durchsicht

„Das Summen ist zurück – ein Stein fällt mir vom Herzen!“


05.03.2026, Oberhausen

Die ersten warmen Tage haben die Temperaturen endlich über 15°C klettern lassen. Für uns Imker ist das das Signal: Zeit für die erste Durchsicht nach der langen Winterpause. Es ist jedes Jahr aufs Neue ein spannender Moment, wenn man den Deckel das erste Mal abnimmt.

Wie sind meine Völker durch den Winter gekommen?

Die gute Nachricht zuerst: Die Völker in Oberhausen sind vital und aktiv! Bei der ersten schnellen Kontrolle achte ich besonders auf:

Die Königin: Ist sie wohlauf und hat sie bereits begonnen, die ersten Stifte (Eier) zu legen?

Futtervorrat: Haben die Bienen noch genug Reserven, bis die Weide und die Obstblüte voll einsetzen?

Volksstärke: Wie viele Gassen sind mit Bienen besetzt?

Ein Blick nach vorn

Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, wie die Bienen den ersten Pollen eintragen. Dieser „Eiweißschub“ ist der Startschuss für die Aufzucht der neuen Generation. Die Winterbienen haben ihren Dienst fast getan und machen nun Platz für die jungen Sommerbienen.

Jetzt beginnt die Zeit der Vorbereitung: Böden reinigen, Futterstände kontrollieren und die Honigräume vorbereiten. Die Saison 2026 ist offiziell eröffnet!

Qualität, die man schmecken kann: Fortbildung zur Honigaufbereitung


03.03.2026, Mayen

Wie bekommt man eigentlich diesen perfekt feinkristallinen, streichfähigen Honig?

Dieser und vielen weiteren Fragen bin ich heute beim Lehrgang zur Honigaufbereitung im Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen nachgegangen. Denn ein erstklassiger Honig ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis aus Erfahrung und der richtigen Verarbeitung.

Der Weg zum perfekten Honig

In diesem weiterführenden Kurs für Fortgeschrittene ging es tief in die Theorie und Praxis der Honigverarbeitung. Besonders wichtig war dabei:

Die richtige Einschätzung: Jeder Honig ist individuell und braucht eine darauf abgestimmte Behandlung.

Feinkristallisation: Damit der Honig auf dem Frühstückstisch zart schmilzt und nicht hart wird, ist die präzise Steuerung der Kristallisation entscheidend.

Erhalt der Inhaltsstoffe: Nur durch fachgerechte Bearbeitung bleiben die wertvollen Enzyme und Aromen voll erhalten.

Mein Anspruch für Sie

Als Imker mit D.I.B.-Honig-Zertifikat ist es mir wichtig, nicht nur „irgendeinen“ Honig abzufüllen. Ich möchte Ihnen ein Produkt bieten, das höchsten Qualitätsstandards entspricht – regional, ehrlich und handwerklich perfekt aufbereitet.

Die Teilnahme an solchen Experten-Lehrgängen garantiert Ihnen, dass in jedem Glas der Imkerei Jankowski geballtes Fachwissen und pure Leidenschaft stecken.

Apisticus-Tag 2026

21.02.2026, Münster

Frisch zurück vom Apisticus-Tag 2026 in Münster!

Ein Wochenende voller Fachwissen, Austausch und mikroskopisch kleiner Entdeckungen liegt hinter mir. Der Apisticus-Tag ist ein wichtiges Treffen für uns Imker, und die diesjährigen Themen waren aktueller denn je.

Die großen Herausforderungen im Blick

Zwei Themen standen besonders im Fokus: Das moderne Varroamanagement und die Ausbreitung der Vespa Velutina (Asiatische Hornisse). In spannenden Vorträgen wurden neue Strategien diskutiert, wie wir unsere heimischen Völker vor diesem neuen Räuber schützen können. Es ist beruhigend zu sehen, dass wir Imker hier eng vernetzt sind, um rechtzeitig reagieren zu können.

Mein Highlight: Workshop „Varroaresistenz 2033“

Besonders intensiv war der Workshop zum Projekt Varroaresistenz 2033. Das Ziel ist klar: Bienen zu züchten, die sich aus eigener Kraft gegen die Milbe wehren können.

Ich habe die Zeit genutzt, um selbst Hand anzulegen:

Mikroskopieren der Brut: Mit feiner Optik haben wir befallene Zellen genau unter die Lupe genommen.

Blick in die Zelle: Es ist faszinierend (und erschreckend zugleich), die Entwicklung der Milbe in der verdeckelten Brut so detailliert zu sehen.

Selektion verstehen: Nur wer den Befall genau erkennt und die Abwehrreaktionen der Bienen (wie das Ausräumverhalten) versteht, kann die Vitalität seiner Völker gezielt fördern.

Was bedeutet das für meinen Honig?

Fortbildungen wie diese sind für mich die Basis. Je besser ich die Biologie verstehe, desto natürlicher und schonender kann ich meine Völker führen. Das Ergebnis ist ein gesundes Volk und ein absolut reiner Honig für Sie.